Religionsheft 2: Kindermissionare

 

Wiehart Religionsheft 2 Immer im Dienst, 4. Klasse

Der auferstandene Christus erteilt seinen elf Jüngern unmissverständlich den Missionsbefehl:

Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt (Matthäus 28,18-20 nach der Einheitsübersetzung).

Alexander Wiehart 8

Seit Papst Gregor dem Großen (590-604) bezieht die Kirche diesen Befehl aus- und nachdrücklich auf sich und fühlt sich verpflichtet, das Christentum und damit sich selbst über die gesamte Erde auszubreiten. Dazu bediente man sich unter anderem massenhafter Zwangstaufen und führte die Kindstaufe ein. Bis heute tauft man vorsorglich die religionsunmündigen Säuglinge.

Wiehart Religionsheft 2 Alle sollen Freunde Jesu werden, 2. Klasse

Die abgebildete Zeichnung zeigt, dass wir gleich als Erstklässler in den Dienst genommen wurden, andere Kinder zu bekehren, egal ob sie konkurrierenden Religionen angehören. Denn es sollen ja alle Kinder Freunde Jesu sein. Was aber ist mit denen, die das gar nicht wollen? Sollte uns diese Zeichnung veranlassen, sozialen Druck auf un- und andersgläubige Altersgenoss_innen auszuüben?

Wiehart Religionsheft 2 Goldene Statue 4. Klasse

Wer nicht glauben will, wird erschlagen?

Um die Analyse von Schulheften geht es auch auf den Seiten:
Erziehung in guten Kreisen
Religionsheft 1: In der Identitätsschmiede

 

 

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